DAMIT AUS FEINEM TEE EIN GENUSS WIRD

Chinesischer Tee wird in Europa bereits seit dem 17. Jahrhundert getrunken, die passende Zubereitung ist im Westen jedoch bis heute noch weitgehend unbekannt. Um die Aromen feiner Tees zur Geltung zu bringen und diese Tees zum Genuss werden zu lassen, ist es wichtig auf die Zubereitung zu achten. Eine falsche Angabe zu Ziehzeit oder Wassertemperatur macht die Sorgfalt und Leidenschaft der Teepflücker und Teehersteller zunichte und kann selbst den feinsten Tee verderben. Die folgenden Empfehlungen helfen, um die feinen Noten der Tees von TSCHA voll zur Geltung zu bringen, damit einem sinnlichen und entspannten Teegenuss nichts im Wege steht. Diese Empfehlungen gelten nur für Blatttees.

PLATZ

Teeblätter ziehen sich im Verlauf des Trocknens und Veredelns zusammen. Um sich im Wasser wieder öffnen zu können, müssen sie ausreichend Platz dafür haben. Sind sie zu dicht gedrängt, können sie sich nicht vollständig entfalten. Dadurch werden die Inhaltsstoffe nicht gleichmäßig herausgelöst und ein Teil der Blätter kann seine Aromen nicht an das Wasser abgeben. Teeblätter sollten daher nie in einem Teeei oder Teesieb aufgegossen werden. Die Platzverhältnisse sind dort für losen Tee viel zu eng und die Löcher, die ein Umspülen der Teeblätter ermöglichen sollen, viel zu klein gearbeitet. Teekannen von TSCHA wie QUIK und SELV mit einem Volumen zwischen 150 und 200 ml sind für die Zubereitung am besten geeignet.

ZEIT

Die Blätter der Teepflanze (Camellia sinensis) enthalten Bitterstoffe. Diese werden vom Wasser herausgelöst, was den Geschmack enorm beeinträchtigen und einen Genuss unmöglich machen kann. Je nach Tee sind diese Bitterstoffe zwar unterschiedlich intensiv, prinzipiell gilt aber folgende Regel: umso länger er zieht, desto bitterer kann er werden. Die Ziehzeit ist also ganz entscheidend für den Teegenuss. Bei der Zubereitung auf chinesische Art sollte (zumindest anfangs) mit einer Uhr kontrolliert und die empfohlene Ziehzeit nicht überschritten werden. Einmal zu lange im Wasser gelassen, ist der Tee nicht mehr zu retten, weil auch die folgenden Aufgüsse den Geschmacksverlust nicht mehr ausgleichen können.

MENGE DER TEEBLÄTTER

Das Verhältnis von Teeblättern zu Wasser bestimmt wie intensiv der Teegeschmack ausfällt. Unsere Mengenangaben sind als Orientierungshilfe zu verstehen und können dem persönlichem Geschmack angepasst werden.

MATERIAL

Für die Zubereitung von schwarzem Tee und Oolong-Tee sollten bevorzugt Gefäße aus Keramik (Steingut, Steinzeug, Porzellan) verwendet werden. Für andere Teesorten sind diese ebenfalls geeignet. Für grünen Tee und Blütentee gelten in China zumeist Gefäße aus Glas als erste Wahl, weil diese den Blick auf den Tanz der Blätter bzw. die Blüten freigeben.

TEMPERATUR

Die Zubereitung von losem Tee ist sehr temperaturabhängig, wobei die Blätter verschiedener Teesorten ihr bestes Aroma bei unterschiedlichen Temperaturen entfalten. Diese können von 60 bis 100°C reichen. Die von uns empfohlene Temperatur sollte unbedingt eingehalten werden, um den Teegenuss nicht zu gefährden. Eine zu niedrige oder zu hohe Temperatur macht eine optimale Geschmacksentfaltung unmöglich. Die exakt passende Temperatur ist letztlich von der Wasserqualität und dem persönlichen Geschmack abhängig und kann durch Ausprobieren am besten bestimmt werden. Ein Thermometer ist dafür empfehlenswert.

WASSER

Da Tee größtenteils aus Wasser besteht, hat die Wasserqualität großen Einfluss auf den Teegenuss. Ganz gleich, ob man sich für die Zubereitung mit Leitungswasser oder Mineralwasser entscheidet, sollte ein Wasser mit niedrigem Härtegrad (weiches Wasser) verwendet werden. Die Wasserhärte des Leitungswassers lässt sich beim örtlichen Trinkwasserversorger erfragen bzw. online abrufen. Bei Mineralwässern sollte man vergleichen und sich für ein Wasser mit möglichst niedrigen Kalzium- und Magnesium-Werten entscheiden. Destilliertes Wasser ist für die Teezubereitung ungeeignet, da es keinerlei Mineralstoffe enthält, was dem Geschmack abträglich ist.

AUFGÜSSE

Im Unterschied zur Teezubereitung in Europa wird bei der chinesischen Art der Zubereitung à la Gong Fu Cha weniger Wasser benutzt, der Tee zieht für wesentlich kürzere Zeit und er wird mehrmals aufgegossen. Abhängig von der Teesorte werden so drei bis acht geschmackvolle Aufgüsse erreicht. Mit jedem Aufguss verändern sich die Teeblätter und somit auch der Geschmack des Tees. Wie oft ein Tee aufgegossen werden kann, hängt von der aufgegossenen Menge, seiner Qualität und vom persönlichen Geschmack ab. Zur Orientierung geben wir für alle Tees die Anzahl der Aufgüsse an, die mindestens möglich ist.

Die chinesische Art der Teezubereitung unterscheidet sich wesentlich von der Art 

wie Tee im Westen zubereitet wird.

Hier mehr zur Zubereitung auf traditionell chinesische Art erfahren.

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